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Badeanzug

Nachhaltige Bademode

Bikinis, Tankinis, Maternitinis... Für jede Figur ist in der Bademode Passendes im Angebot. Wer am Strand gut aussehen und zum Meeresschutz beitragen will, schaut sich bei nachhaltigen Swimwear-Labels um. Die sind jetzt schwer im Kommen.

 

Ein Trend ist bei nachhaltigen Swimwear-Labels wie bleed, Woodlike Ocean, Margaret and Hermione, Mymarini oder Miss Jana offenkundig: Das Material kommt direkt aus dem Meer und hilft die Umwelt schützen. Alte ausrangierte Fischernetze werden zu regenerativem Econyl-Garn (hochwertiges Nylon-Gewebe) und anschließend zu italienischen Premium-Bademodenstoffen verarbeitet. Jährlich landen rund 640.000 Tonnen Fischereiausrüstung in den Ozeanen. Ehrenamtliche Taucher der Organisation Healthy Seas fischen die Netze und anderen Plastikmüll wieder heraus.

Swimwear mit Lichtschutz-faktor 50+

Econyl zeichnet sich durch Eigenschaften aus, die für Wassersportaktivitäten besonders wünschenswert sind: eine hohe Elastizität und Formstabilität. Zudem ist das funktionale Nylon salzwasserresistent, lichtecht und bringt einen UV-Schutz von 50+ mit. Das vegane, GOTS-zertifizierte, fair produzierende Label bleed hat neben seiner Modekollektion auch eine kleine Swimwear-Kollektion aus Econyl im Programm: einen Bikini, eine Boardshort und zwei Shirts – natürlich alles in Meeresfarben. In Kooperation mit der Surfrider Foundation und Liquid Surf bietet bleed auch Surfwear an. Beide Organisationen setzen sich aktiv für den Meeresschutz ein. Mit dem Verkauf der Surfwear wird ihre Arbeit unterstützt.

Bikini-Kauf zum Schutz der Meere

Die sportlich-moderne Swimwear-Kollektion des Newcomer-Labels Woodlike Ocean wurde gleich für mehrere Sportaktivitäten entwickelt. Das Lani Neckholder Bikini-Top beispielsweise eignet sich auch für Yoga-Sessions. Für Stand up Paddling oder Surfen bietet sich der nahtlose, langärmelige Seagaze Badeanzug an. Ein Prozent jedes verkauften Woodlike Ocean-Bikinis geht direkt an Healthy Seas und hilft die Meere schützen.

Bademode im Vintage-Look

Das schwedische Label Miss Jana hat sich auf betont weibliche Bademode im Retro-Look spezialisiert. Das Design unterstreicht die natürliche Schönheit des Körpers. Neckholder-Tops zaubern ein schönes Dekolleté. Taillenhohe Pants und Badeanzüge mit überschnittenen Beinen lassen kleine Pölsterchen verschwinden. Eine Kollektion, in der sich Frauen wohlfühlen und gut aussehen.

Knallbuntes oder Karibikfarben

In knallbunten Farben, mit auffälligen Prints und einer Prise Humor präsentiert sich die neue Swimwear des Wiener Labels Margaret and Hermione. Die Bikinis, Badeanzüge und Kimonos zieren Akte, Gesichter und Hände. Traumhafte Karibikfarben wie tangerine-pink, teal-sky und sun-white und Formenvielfalt bestimmen bei der Ethical Surf & Swimwear des Hamburger Designerlabels Mymarini das Bild. Die Vielfalt der Formen hat auch das Label Blue Maou im Blick: Seine „Maternitinis“ lassen werdende Mütter in Swimwear unbeschreiblich attraktiv aussehen.

Lokales Handwerk: Häkelbikini

Zudem hat das Berliner Label e.a. seawear in einem Pilotprojekt den Häkelbikini aus Baumwolle, ein Mode-Relikt aus den 60ern, neu aufgelegt. Das Garn sollte – anders als damals die Baumwolle – wasserresistent und formbeständig sein. Dank einer Kooperation mit zwei Textilforschungsunternehmen ist das geglückt. Die Bikinis wurden von häkelwütigen Berliner Näherinnen sowie einer türkischen Handarbeitsgruppe in liebevoller Handarbeit gefertigt. Auch das ist nachhaltig!

Katrin Speer