Mögen draußen auch die ersten Schneeglöckchen blühen: Der Winter begleitet uns noch eine Weile und mit ihm Regen, Schnee und kalter Wind. Während Mantel, Schal, Mütze und Handschuhe von außen wärmen, lässt sich auch von innen viel fürs Wohlbefinden tun. Dampfende Suppen, herzhafte Aufläufe und andere deftige Gerichte spenden dem Körper die nötige Energie, um trotz der Wetterkapriolen von Kopf bis Fuß für angenehmes Betriebsklima zu sorgen.
Es ist wieder Herbst, und die Zeit der Nussernte hat begonnen. In Deutschland ist der Ertrag allerdings recht gering. Meist sind es Privatgärten und kleine Direktvermarkter, die heimische Hasel- und Walnüsse von Strauch und Baum pflücken. Der Großteil der Steinfrüchte, die pur geknabbert oder für Müsli, Back- und Süßwaren verwendet werden, stammt aus Ländern mit günstigeren Klimaverhältnissen. Anders ist es allerdings bei Ölsaaten wie Leinsamen, Sonnenblumenkernen oder Hanf: Diese Kulturen sieht man auf deutschen Feldern wieder öfter.
Der Herbst schenkt uns eine Fülle an frischem Obst und Gemüse. Er verwöhnt die Sinne nicht nur mit den Gerüchen reifer Äpfel, erdiger Kartoffeln oder süßen Birnen, mit einem Leuchtfeuer an Farben weckt er auch die Lust am regionalen und saisonalen Kochen.
Was koche ich heute? Diese Frage lässt sich im Sommer ganz leicht beantworten. Das Angebot an frischem Gemüse, knackigen Salaten und leckerem Obst lässt der Kreativität in der Küche einen großen Raum.
Frühling – die Wiese wird bunter, die Luft wird lauer und der Sinn leichter. Zeit, einen Frühlingshauch auch durch die Küche wehen zu lassen.
Wer statt Cappuccino, Café Latte oder Espresso einen Filterkaffee bestellt, outete sich vor einer Weile noch als einer von den Ewiggestrigen. Heute zeigt man damit, dass man den wahren Wert der Bohne verinnerlicht hat und weiß, dass die Aromen Fingerspitzengefühl für ihre freie Entfaltung benötigen.
Die aktuelle Entwicklung lässt vermuten, dass sich das Leben in den nächsten Monaten wieder viel zu Hause abspielen wird. Abwarten und Tee trinken, rät da der Volksmund, und das ist tatsächlich eine gute Idee. Schließlich wärmt Tee nicht nur angenehm von innen. Er kann auch die angegriffene Immunabwehr stärken oder bei Erkältungen für eine rasche Linderung sorgen.
Food- und Gesundheitstrends gehen mittlerweile Hand in Hand. Egal ob Chia, Goji, Kakao, Granatapfel oder Matcha: Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine exotische Beere oder Frucht von Gesundheitspäpsten in den Himmel gelobt wird. Doch auch wenn die Nährwerte mehr als überzeugen, verfügen die „Super-Produkte“, die in der Regel von weit her importiert werden, meist über einen besonders großen ökologischen Fußabdruck. Dabei gibt es auch viel regionales Superfood, das den Exoten in nichts nachsteht.
Die Landwirtschaftspolitik in Brüssel kommt in Sachen Nachhaltigkeit nur schleppend voran. Und auch in Berlin scheint man es bei der vehement geforderten Agrarwende nicht allzu eilig zu haben. Deshalb nehmen viele Kommunen den Ausbau des Öko-Landbaus inzwischen selbst in die Hand. Allein in Bayern sind 27 so genannte Öko-Modellregionen entstanden, in denen ErzeugerInnen und VerarbeiterInnen standortnahe Wertschöpfungsketten geknüpft haben. Das Ziel des Freistaats von 30 Prozent Bio bis 2030 rückt damit in erreichbare Nähe.
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Mönche als Urheber für das Bierbrauen und die Römer für das Weinkeltern bezeichnet. Allerdings beweisen archäologische Funde, dass Menschen schon in der Frühzeit Getreide mit Wasser vergoren und mit Honig und Früchten aromatisierten, sowie Reben kultivierten und Wein herstellten. Im Laufe der Jahrtausende wurden die Techniken und die Zutaten immer weitere verfeinert, aber der Grundprozess ist über die Zeit gleich geblieben. Wenige, natürliche Zutaten und handwerkliches Können.
Bayerns Wasser hat einen guten Ruf: Vor allem das Münchner Leitungswasser schneidet bei Tests immer wieder besser ab als viele Mineralwässer. Kein Wunder, es kommt ja auch aus dem Mangfallgebiet, wo die Stadtwerke nur biologischen Ackerbau zulassen. Wie sieht es anderswo in Bayern aus?